Was macht ein Passwort stark?
Passwortstärke hängt von einem Konzept ab: Entropie — ein Maß dafür, wie unvorhersehbar das Passwort ist. Je höher die Entropie, desto länger muss ein Angreifer alle möglichen Kombinationen durchprobieren.
Entropie = log₂(Pool) × Länge
Der Pool ist die Anzahl der erlaubten unterschiedlichen Zeichen. Nur Kleinbuchstaben: 26. Großbuchstaben dazu: 52. Ziffern dazu: 62. Übliche Sonderzeichen dazu: ~87 Zeichen. Jedes weitere Zeichen im Pool multipliziert die Schwierigkeit. Jedes zusätzliche Zeichen in der Länge multipliziert ebenfalls — ein 17-stelliges Passwort ist 87-mal schwerer zu knacken als ein 16-stelliges (bei gleichem Zeichensatz), nicht nur ein bisschen schwerer.
Warum Länge wichtiger ist als Komplexität
Ein 20-stelliges Passwort nur aus Kleinbuchstaben (Pool 26) hat ~94 Bit Entropie. Ein 10-stelliges Passwort aus allen Zeichensätzen (Pool 87) hat ~66 Bit. Das längere, einfachere Passwort ist exponentiell schwerer zu knacken. Deshalb können Passphrasen — Folgen zufälliger Wörter — sowohl einprägsam als auch extrem sicher sein.
Was Angreifer tatsächlich tun
Moderne GPU-Rigs können 10–100 Milliarden Versuche pro Sekunde gegen gestohlene Passwort-Hashes unternehmen (Offline-Angriff). Die Crackzeit-Schätzungen dieses Generators verwenden den konservativen Wert von 10 Milliarden/Sekunde. Gegen einen Online-Dienst mit Ratenbegrenzung braucht man weit weniger Entropie — da Passwörter aber häufig bei Datenbankeinbrüchen durchsickern, ist die Offline-Crackgeschwindigkeit das richtige Bedrohungsmodell.
Die drei Regeln, die wirklich zählen
1. Für jeden Account ein eigenes Passwort verwenden. Wenn eine Website gehackt wird (und das passiert allen irgendwann), begrenzt ein einzigartiges Passwort den Schaden auf diese eine Seite. 2. Lange, zufällige Passwörter verwenden. 16+ Zeichen, alle Zeichensätze. Diesen Generator nutzen. 3. In einem Passwort-Manager speichern. 80 einzigartige starke Passwörter kann man sich nicht merken — das schafft niemand. Ein Passwort-Manager erledigt das für dich.
Passwort-Manager-Vergleich
Ein Passwort-Manager ist das Einzelbeste, was du für deine Account-Sicherheit tun kannst. So vergleichen sich die Top-Optionen:
| Manager | Kostenlos | Open Source | Zero-Knowledge | Mobil | Passkey-Unterstützung |
|---|---|---|---|---|---|
| Bitwarden | ✓ Vollständig | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| 1Password | ✗ Testversion | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ |
| NordPass | ✓ Eingeschränkt | ✗ | ✓ | ✓ | ✓ |
| KeePassXC | ✓ Vollständig | ✓ | ✓ (lokal) | Manueller Sync | ✗ |
Alle oben genannten Optionen verwenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung — der Anbieter kann deine Passwörter nicht lesen. Bitwarden wird für die meisten Nutzer empfohlen (kostenlos, open source, auditiert). 1Password wird von IT-Teams für Freigabe- und Audit-Funktionen bevorzugt.
Häufig gestellte Fragen
crypto.getRandomValues) und kontaktiert nie einen Server. Du kannst die Internetverbindung trennen, und er funktioniert weiterhin einwandfrei. Das generierte Passwort existiert nur in deinem Browser-Tab — es wird nie übertragen.korrekt-pferd-batterie-heftklammer. Ihre Entropie ergibt sich aus der Wortlistengröße und der Anzahl der Wörter. Eine 5-Wort-Passphrase aus der integrierten Wortliste dieses Tools ergibt ~40 Bit; aus einer 7.776-Wort-Diceware-Liste ~64,6 Bit. Passphrasen haben den Vorteil, tippbar und einprägsam zu sein — ideal für Master-Passwörter, die man auswendig eingeben muss.log₂(Pool-Größe) × Länge. Die Pool-Größe ist die Anzahl der verfügbaren unterschiedlichen Zeichen bei den ausgewählten Zeichensätzen (26 + 26 + 10 + ~25 Sonderzeichen = ~87 max.). Crackzeit-Schätzungen nehmen einen Offline-Angreifer mit 10 Milliarden Versuchen/Sekunde an — das realistische Bedrohungsmodell für gestohlene Hash-Datenbanken. Bezeichnungen: Schwach <40 Bit, Ausreichend 40–59, Stark 60–79, Sehr stark 80+.